Endlich Osterferien und
raus aus der Stadt. Auch wenns nur ne Woche ist ... Kontrastprogramm zum
Unialltag der hier sehr zeitraubened und anstrengend sein kann. Valorie
aus New Orleans und Benny aus Bielefeld in freudiger Erwartung auf den
ultimativen Natur-Flash in Tasmaniens Nationalparks.
Gelandet in Hobart (hört sich irgendwie nach Harry Potter an, ist
aber die Hauptstadt von Tasmanien), dann mit dem Shuttle von TassieLink
nach Launceston und weiter über Devonport in den Cradle Mountain
Nationalpark.
Ums gleich vorweg zu sagen: Den Overland Track konnten wir leider nicht
machen. Haben uns zwar direkt vor Ort in Taz ("Tääs")
noch mit allem eingedeckt, was wir noch zu brauchen schienen (Gaskocher,
Essen für 6 Tage, Besteck, Becher ...), die Ranger im Information
Center rieten uns aber trotzdem dringend davon ab, uns auf dieses Wagnis
einzulassen.
Wir wären nicht gut genug ausgerüstet ... hatten kein Zelt
dabei, ich nur mittelmäßige Schuhausrüstung und Valorie
nur Jeans-Hosen, welche wohl zum Wandern unbrauchbar wären. Hatten
uns das echt ein bißchen einfacher vorgestellt. Wir dachten einfach,
wir kommen immer in den Hütten unter und Friede, Freude, Eierkuchen
und so, aber nix da. Das Wetter kann hier total schnell umschwingen und
die Hütten sind wohl voll schnell belegt, wenn man nicht ganz früh
morgens loswandert. Innerhalb von 2 Stunden kann sich das Wetter wohl
von klarem blauen Himmel zu Schneesturm transformieren. Ohne Zelt wären
wir da total aufgeschmissen.
Hmmm ... naja, erstmal geschluckt und verdaut, dann aber neu überlegt,
eine sehr, sehr spartanische Hütte (Holzzelt ohne Strom und Licht,
siehe unten) gemietet und uns damit abgefunden, dass wir jetzt Day-hikes,
also Wanderungen die so zwischen 4 und 8 Stunden dauern sollten, machen
würden.
War zwar erstmal alles ein Schock, im Nachhinein aber doch nicht wirklich
schlimm. Im LonelyPlanet stand was von wegen Tasmanien hätte 270
Regentage im Jahr. Konnte ich anfangs irgendwie nicht so ganz glauben.
Ich dachte immer, Bielefelds Regenstatistik könnte nirgends getoppt
werden — war aber dann doch so :-) Waren also echt froh, nachts
auch ein richtiges Dach über dem Kopf zu haben und kein Zelt irgendwo
im Matsch aufbauen zu müssen.
Gesehen haben wir auf jeden Fall ne Menge! Unglaublich schön! Weite,
platte Landschaften mit Grasflächen und durchzogenen Flüssen,
dann etwas weiter richtig hohe Berge die hochzukraxeln echt nicht so einfach
war (siehe unten), zwischendurch dann Regenwald der teilweise echt aussah
wie im Märchen. Man lief teilweise nur auf Wurzeln, musste sich dann
unter Ästen durchquetschen oder oben drüber. Alles vollkommen
mit Moos bewachsen ... wunderschön, echt! Kommt auf den Fotos irgendwie
nicht ganz so raus, war aber auf jeden Fall einer der schönsten Plätze
die ich je gesehen habe.
Mal abgesehen davon, dass Valorie, die tierisch oft in irgendwelchen
Modder eingesunken ist (hörte dann hinter mir immer nur ein lautes
"Matsch" und ein Fluchen) hinterher voll von Blutegeln war ...
eins mit der Natur ... wollten wir doch, oder? ... yak :-)

Fertig zum Abflug

Unsere Unterkunft für 3 Nächte

Unsere Nachbarn — Campen auf die stylische
Art

Adventure pur!

Regenwälder wie im Märchen

Wildlife live :-) Ein Wallaby — Känguruh
in Kleinformat

Aufstieg zum Cradle Mountain. Puhh

ohne Worte

ohne Worte
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