Diary — Easterbreak, 9. bis 15. April
 

Endlich Osterferien und raus aus der Stadt. Auch wenns nur ne Woche ist ... Kontrastprogramm zum Unialltag der hier sehr zeitraubened und anstrengend sein kann. Valorie aus New Orleans und Benny aus Bielefeld in freudiger Erwartung auf den ultimativen Natur-Flash in Tasmaniens Nationalparks.

Gelandet in Hobart (hört sich irgendwie nach Harry Potter an, ist aber die Hauptstadt von Tasmanien), dann mit dem Shuttle von TassieLink nach Launceston und weiter über Devonport in den Cradle Mountain Nationalpark.

Ums gleich vorweg zu sagen: Den Overland Track konnten wir leider nicht machen. Haben uns zwar direkt vor Ort in Taz ("Tääs") noch mit allem eingedeckt, was wir noch zu brauchen schienen (Gaskocher, Essen für 6 Tage, Besteck, Becher ...), die Ranger im Information Center rieten uns aber trotzdem dringend davon ab, uns auf dieses Wagnis einzulassen.

Wir wären nicht gut genug ausgerüstet ... hatten kein Zelt dabei, ich nur mittelmäßige Schuhausrüstung und Valorie nur Jeans-Hosen, welche wohl zum Wandern unbrauchbar wären. Hatten uns das echt ein bißchen einfacher vorgestellt. Wir dachten einfach, wir kommen immer in den Hütten unter und Friede, Freude, Eierkuchen und so, aber nix da. Das Wetter kann hier total schnell umschwingen und die Hütten sind wohl voll schnell belegt, wenn man nicht ganz früh morgens loswandert. Innerhalb von 2 Stunden kann sich das Wetter wohl von klarem blauen Himmel zu Schneesturm transformieren. Ohne Zelt wären wir da total aufgeschmissen.

Hmmm ... naja, erstmal geschluckt und verdaut, dann aber neu überlegt, eine sehr, sehr spartanische Hütte (Holzzelt ohne Strom und Licht, siehe unten) gemietet und uns damit abgefunden, dass wir jetzt Day-hikes, also Wanderungen die so zwischen 4 und 8 Stunden dauern sollten, machen würden.

War zwar erstmal alles ein Schock, im Nachhinein aber doch nicht wirklich schlimm. Im LonelyPlanet stand was von wegen Tasmanien hätte 270 Regentage im Jahr. Konnte ich anfangs irgendwie nicht so ganz glauben. Ich dachte immer, Bielefelds Regenstatistik könnte nirgends getoppt werden — war aber dann doch so :-) Waren also echt froh, nachts auch ein richtiges Dach über dem Kopf zu haben und kein Zelt irgendwo im Matsch aufbauen zu müssen.

Gesehen haben wir auf jeden Fall ne Menge! Unglaublich schön! Weite, platte Landschaften mit Grasflächen und durchzogenen Flüssen, dann etwas weiter richtig hohe Berge die hochzukraxeln echt nicht so einfach war (siehe unten), zwischendurch dann Regenwald der teilweise echt aussah wie im Märchen. Man lief teilweise nur auf Wurzeln, musste sich dann unter Ästen durchquetschen oder oben drüber. Alles vollkommen mit Moos bewachsen ... wunderschön, echt! Kommt auf den Fotos irgendwie nicht ganz so raus, war aber auf jeden Fall einer der schönsten Plätze die ich je gesehen habe.

Mal abgesehen davon, dass Valorie, die tierisch oft in irgendwelchen Modder eingesunken ist (hörte dann hinter mir immer nur ein lautes "Matsch" und ein Fluchen) hinterher voll von Blutegeln war ... eins mit der Natur ... wollten wir doch, oder? ... yak :-)

 


Fertig zum Abflug


Unsere Unterkunft für 3 Nächte


Unsere Nachbarn — Campen auf die stylische Art


Adventure pur!


Regenwälder wie im Märchen


Wildlife live :-) Ein Wallaby — Känguruh in Kleinformat


Aufstieg zum Cradle Mountain. Puhh


ohne Worte


ohne Worte